Der Schweizer Verein der Freunde von Schwester Emmanuelle
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Neben dem neuesten vierteljährlichen Brief finden Sie auf dieser Seite auch die Archive vergangener Briefe, die im PDF-Format (Acrobat) heruntergeladen werden können, die neuesten Besuchsberichte unseres Direktors und die externen Bewertungsberichte.

BRIEF AN DIE FREUNDE VON SCHWESTER EMMANUELLE

« Ich kann immer nur wiederholen, dass man den anderen Optimismus, Hilfsbereitschaft und Liebe geben muss. Und nicht nur geben, man muss diese drei in ihnen zum Leben erwecken. Teilen. Ohne zu teilen, ohne Solidarität, bringt man die Menschheit nicht weiter. Daher muss man sich mit Eifer an die Sache machen.  » (Schwester Emmanuelle)

Liebe Freunde!

Ende November habe ich mich zu meinem jährlichen Besuch der Projekte unseres Partners vor Ort, der Vinzenzgemeinschaft Juba, nach Juba begeben.

Drei Tage nach meiner Ankunft ist Florence Rivollet, seit eineinhalb Jahren unsere Vorsitzende, dazu gestoßen. Nach mehr als 12 Jahren Tätigkeit in unserem Verein war es ihr erster Besuch im Südsudan. Für mich war es äußerst spannend, mit Florence gemeinsam vor Ort alle Projekte zu entdecken, für welche wir alle aus der Ferne arbeiten. Hier ist ihr Bericht:

IMG 3508« Mich bewegte der unglaubliche Empfang, der mir ab der Ankunft am Flughafen bereitet wurde, sehr: Da ich im Gästehaus mitten im Berufsbildungs- und Gemeindeentwicklungszentrum Lologo wohnte, ging ich zu Fuß die lange Allee am Eingang zum Zentrum entlang, zwischen Hunderten Schülern und Schülerinnen und Auszubildenden, unter Willkommensgesängen und Jubelrufen!

Ich habe es sehr geschätzt, dass ich in dem komfortablen Gästehaus untergebracht war: Im Zentrum zu wohnen ist praktisch, man wohnt sozusagen im Herzen aller Aktivitäten. Für unsere Sicherheit war gut gesorgt. Es gab eine Wache am Eingang zum Zentrum und in der Nacht einen bewaffneten Sicherheitsmann an der versperrten Umzäunung des Gästehauses.
Das Projekt der Solarkollektoren ist ins Wasser gefallen. Die Qualität des verfügbaren Materials kann die Funktion der Klimaanlage nicht garantieren. Das würde mehr Energie erfordern.

Am nächsten Tag überreichte ich der Direktorin der St.Vinzenz Schule die 6 Kartons mit Farbstiften, Wachsstiften und Wasserfarben, die Caran d’Ache gespendet hatte. Wir haben sie in den drei Kindergartenklassen und in den ersten Klassen der Volksschule verteilt. Die Stifte bleiben in den Klassen und werden von den Lehrerinnen verwaltet.
Ich habe das Gebäude gesehen, das mit Hilfe österreichischer und englischer Spender errichtet wird. Wenn es fertig gestellt ist, wird es doppelt so viele Klassenräume geben, und Klassen mit mehr als 100 Schülern werden nicht mehr nötig sein (heuer sind es drei).

Eine sehr positive Überraschung waren für mich die Werkstätten der Berufsausbildung. Meine Erwartung wurde bei weitem übertroffen. Diese Werkstätten sind durchdacht geplant und dem Bedarf angepasst. Was zum Beispiel die Ausbildung in Informatik betrifft, ist es beeindruckend, wie viel sie in neun Monaten lernen können! Sie können nicht nur grundlegende Software anwenden, sondern auch ein Wifi Netz einrichten, ein Überwachungssystem mittels Kameras usw. Die Absolventen erhalten die dazu nötige Ausrüstung.
IMG 3815In der Maurerlehre wird man auch zum Installateur und Fliesenleger ausgebildet.
Die Elektrikerlehrlinge können Sonnenkollektoren anschließen.
Die Ausbildung in Erster Hilfe wurde verbessert und man lernt sehr viel mehr als Erste Hilfe zu leisten: Sie können viele Labortests durchführen, um die Erreger der häufigsten Krankheiten nachzuweisen (Malaria, Syphilis, Typhus, Hepatitis, Covid...), sie können Schwangerschaftstests und Tests zur Feststellung der Blutgruppe durchführen.
Das alles sind Verbesserungen in der Ausbildung, die kürzlich erfolgten und das ständige Bemühen der Vinzenzgemeinschaft zeigen, sich an aktuelle Gegebenheiten anzupassen und wirkungsvoll zu reagieren.
Jede Ausbildungsstätte war durch einen Lehrling vertreten. Anfangs dachte ich, es handle sich um Lehrer, so klar und genau waren ihre Erklärungen! Alle waren äußerst motiviert und sich ihres Glücks, ausgewählt worden zu sein, bewusst. Sie wissen, dass es jedes Jahr mehr Bewerbungen als Plätze gibt. Die Auswahl folgt bestimmten Kriterien und bevorzugt die am meisten vulnerablen und Not leidenden Personen. Die Vinzenzgemeinschaft bietet jenen, die noch nicht richtig alphabetisiert sind, Zusatzstunden. Ich möchte in Erinnerung rufen, dass die Ausbildung gratis ist.

Wir haben die kleinen Unternehmen der vier Personen besucht, die von einem Mikrokredit profitieren. Heuer wurden diese wieder vergeben. Im Juli wurden 14 Absolventen ausgewählt, die ein Kleinunternehmen seit mehr als zumindest einem Jahr führten. Sie erhielten Darlehen in südsudanesischen Pfund (zwischen 150 und 800 Dollar).

IMG 3999Mehrere Vormittage habe ich mit der Buchhalterin Marlin und ihrer Assistentin Alice gearbeitet. Mit dem Rechnungsprüfer Andrew Kalema wurde ein Treffen organisiert. Schließlich haben wir die Probleme der schwachen und häufig unterbrochenen Internetverbindung gelöst: Zwei Modems wurden angeschafft und im Büro von Betram, dem Projektkoordinator, und in der Buchhaltung zur ausschließlichen Nutzung installiert. Das war wesentlich, um Buchhaltung und Supervision zu gewährleisten.

In Nyarjwa haben wir das Gesundheitszentrum St.Vinzenz besucht, das heuer restauriert wurde, nach Instandhaltungsarbeiten, die länger als geplant dauerten und während der das Zentrum geschlossen war. Mit Vertretern der lokalen Bevölkerung haben wir unter einem Baum der Farm ein Palaver abgehalten, um Konflikte zu regeln, die in diesem Jahr die Aktivitäten gestört haben.

Auch im Heim Be in Hope für Straßenkinder wurden wir sehr herzlich empfangen. Wir verteilten Bücher in englischer Sprache, die wir mitgebracht hatten (siehe Foto). Die neue Sozialarbeiterin sorgt für gute Disziplin und dafür, dass jeder Junge seinen Platz findet. Die Zimmer sind sauber und ordentlich. Jede Woche gibt es einen Informatikkurs, und auf dem Gelände des Heims lernen sie Ackerbau.
Am letzten Tag haben wir mit ihnen wieder eine Schifffahrt auf dem Nil unternommen, die unseren Aufenthalt schön abgerundet hat!

Dieser erste Besuch war für mich eine wunderbare Erfahrung: reichhaltig, intensiv und berührend.» 

TWINT Individueller Betrag DEWir wünschen Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und in der Vorfreude auf das Fest danken wir Ihnen im Voraus für Ihre Spende: mit 200 CHF übernehmen Sie zum Beispiel eine Schulpatenschaft für ein Jahr für einen Jungen, der das Projekt für ehemalige Straßenkinder verlässt!

Patrick Bittar
Direktor

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