Der Schweizer Verein der Freunde von Schwester Emmanuelle
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Neben dem neuesten vierteljährlichen Brief finden Sie auf dieser Seite auch die Archive vergangener Briefe, die im PDF-Format (Acrobat) heruntergeladen werden können, die neuesten Besuchsberichte unseres Direktors und die externen Bewertungsberichte.

BRIEF AN DIE FREUNDE VON SCHWESTER EMMANUELLE

«Ich wende mich an euch, junge Menschen in Frankreich und Europa (...). Ich wurde in die fünf Kontinente gerufen, um den Dramen des Elends, der Gewalt und des Kriegs etwas entgegenzusetzen, dort, wo der Mensch dem Menschen Wolf ist. Aber überall habe ich junge Leute getroffen, arbeitswillig und voller Energie; niemals gaben sie sich geschlagen, wie furchtbar auch diese Tragödien waren . »

Liebe Freunde!

Jetzt, wo Europa seine Kräfte mobilisiert, um den Kriegsopfern in der Ukraine Hilfe zu bringen, werde ich von den Projekten berichten, die wir in zwei fernen Ländern durchführen, deren Bevölkerung seit so vielen Jahren besonders dramatische Situationen durchlebt. Der Inspiration durch unsere Gründerin, Sr. Emmanuelle folgend, legt ASASE seinen Handlungsschwerpunkt auf dauerhafte Projekte, um der armen Bevölkerung im Südsudan und Haiti eine Chance zu geben, trotz einer chaotischen und gewaltbereiten Umgebung aufrecht und menschenwürdig zu leben.

Am 14.März warnte das Welternährungsprogramm (PAM):Die Aufmerksamkeit der Welt liegt auf der Ukraine, aber im Südsudan entsteht in den kommenden Monaten eine versteckte Hungersnot für ungefähr 8,3 Millionen Menschen – Flüchtlinge miteingeschlossen.“ Laut Frau Badejo, der Leiterin des Welternährungsprogramms im Südsudan, sind „die Größe und das Ausmaß dieser Krise besorgniserregend: Wir stellen fest, dass die Menschen im ganzen Land alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft haben, um zu Rande zu kommen; jetzt haben sie nichts mehr.
In manchen Gebieten gab es in drei aufeinander folgenden Jahren Überschwemmungen ungeheuren Ausmaßes, in anderen während der Regenzeit nur unregelmäßige und nicht ausreichende Niederschläge (wie in der Umgebung von Juba, wo unsere Projekte situiert sind), lokale Konflikte, oftmals von den Machthabern angezettelt, all das erklärt die kritische Lage der Binnenflüchtlinge, deren Zahl seit dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs vor mehr als drei Jahren noch gestiegen ist.
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Trotz allem führen die Teams unseres Partners vor Ort, der Vinzenzgemeinschaft Juba, mutig und tatkräftig ihre Arbeit weiter, um der ärmsten Bevölkerung im Gebiet um die Hauptstadt zu helfen.

So haben im Jahr 2021 305 junge Erwachsene ihren Abschluss in den 7 angebotenen Berufsbildungskursen gemacht. Ihnen wurden die Diplome in einer schönen Feier im Bildungs- und Gemeindeentwicklungszentrum Lologo überreicht.
(Foto: Einer der (seltenen) Auszubildenden des Kfz-Reparatur-Trainings der Session 2021).

• Instandhaltungsarbeiten am Gesundheitszentrum Saint Vincent wurden im März durchgeführt.

• Drei weitere Straßenkinder wurden zusätzlich zu den 22 Burschen ins Heim Be in Hope aufgenommen.
Wenn diese im Alter von 18 Jahren das Projekt verlassen, haben viele ihre Schulbildung noch nicht abgeschlossen. Ab diesem Jahr können Sie mit 280 CHF pro Jahr eine Schulpatenschaft für jene übernehmen, die einen Abschluss anstreben: So müssen sie weniger Zeit für Arbeit aufwenden, um das Schulgeld bezahlen zu können.

• Auf dem Gebiet der Pilotfarm Nyarjwa wurden Speicherbecken für das Wasser des saisonalen Flusses gegraben und am Boden wasserdicht gemacht. In der Nähe dieser Bewässerungsbecken wird die Gemüseproduktion verbessert und durch die zusätzliche Bewässerung während der Trockenzeit mit nicht ausreichenden Niederschlägen stabilisiert.

Nachrichten aus Haiti

Nach einer anstrengenden, 5 Tage dauernden Reise (Flüge waren annulliert) hat Jean Claude François, der Verantwortliche für die Projekte, die wir in Haiti unterstützen, zu Jahresbeginn sechs Wochen in Hinche verbracht.
In diesem Land, das noch immer keinen Präsidenten und kein Parlament hat, herrscht Anarchie. Täglich werden Menschen, ob arm oder reich, entführt. Diese Unsicherheit und die Pandemie wirkten sich auch auf die Projekte von Fondation Cosmos, unserem Partner vor Ort, aus.

• So werden die Anmeldungen für das Collège Bethesda mit 500 Schülern seit zwei Jahren weniger: Die Eltern fürchten Entführungen und suchen näher gelegene Schulen aus.
Um dem Schwund entgegen zu wirken (einige Schüler sind Straßenkinder), hat die Schule die Zahl der Stipendien erhöht. Außerdem ist ein Projekt mit dem verantwortlichen Priester der Caritas vor Ort geplant, den Schülern soll eine Mahlzeit angeboten werden.

• Obwohl die Angestellten der Tageskliniken in den ländlichen Gebieten der Hochebene von Hinche Entführungen fürchten, sind 24 der 28 von Fondation Cosmos geleiteten Kliniken in Betrieb. Jede Klinik erhielt pro Trimester 10 Liter Medikamente aus dem Labor PhytoCosmos. Besonders Bronchomal war für Menschen mit Covid Omicron sehr wirksam: Innerhalb von 48 Stunden waren sie gesund!

Die Polytechnische Berufsschule bildet 300 männliche und weibliche Lehrlinge in folgenden Berufen aus: Fliesenleger, Maurer, Informatiker, Kosmetiker und Geometer. Für die 12 Geometer (von 25), die ihr Diplom nach drei Jahren Ausbildung erhielten, stehen die Aussichten, eine gut bezahlte Arbeit zu finden, sehr gut: Innerhalb einiger Jahre haben sich die Preise für die Arbeit eines Geometers verfünffacht.
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Die Universität Jean Price Mars bildet 400 Studenten in folgenden Fakultäten aus: Zivilingenieurswesen, Landwirtschaft, Rechnungswesen, Rechtskunde, Krankenpflege und Theologie (etwa 10 Studenten). Die Universität ist stolz auf die Einrichtung einer neuen Abteilung: Politikwissenschaften, das braucht das Land! Hier sind etwa 20 Personen inskribiert.
Im Juli sollten 12 Studenten nach der Verteidigung ihrer Diplomarbeit (Rechtskunde, Rechnungswesen, Bildungswissenschaften) die ersten Mastertitel erhalten, die je auf dem Zentralplateau verliehen wurden!
(Foto : Jean Claude (im Hintergrund stehend), der Projektleiter (und zugelassener Revisor in Genf) hält eine Vorlesung für die Studenten im Masterprogramm Wirtschaftsrecht.)

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Spende: Mit 120 CHF schenken Sie zum Beispiel einem Haitianer/einer Haitianerin ein Jahresstipendium an der Universität Jean Price Mars!

Wir wünschen Ihnen ein wunderbares Osterfest!

Patrick Bittar
Direktor

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Gehalt eines Lehrers

Finanzieren Sie die Kosten eines Lehrers für 5 Unterrichtsstunden an der Baptiste Bethesda Sekundarschule in Haiti !

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Gesundheitszentrum

Finanzieren Sie eine Stunde der gesamten Betriebskosten im St.Vinzenz Gesundheitszentrum eines abgelegenen Dorfs im Südsudan.

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Mauerwerkskit

Schenken Sie einer Absolventin/einem Absolventen der Maurerlehre im Berufsbildungszentrum Lologo, Südsudan, einen Werkzeugkoffer, mit dem er /sie sich selbständig machen kann.

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